Bildung im Wandel
Kongress des Kolping-Bildungswerks Bayern widmet sich Voraussetzungen einer zukunftsorientierten Bildungsarbeit
Unter dem Leitgedanken „Bildung im Wandel“ fand am 20. und 21. Januar 2026 der mittlerweile fünfte Bildungskongress des Kolping‑Bildungswerks Bayern im Hotel Alpenblick in Ohlstadt statt. Rund 90 Mitarbeitende, Führungskräfte und Geschäftsführende aus ganz Bayern kamen zusammen und zogen ein klares Fazit: Bildung ist weit mehr als reine Wissensvermittlung. Denn, so der Vorsitzende Björn Panne bereits in seiner Begrüßungsrede: „Zukunftsorientierte Bildungsarbeit bedeutet Haltung, Innovation, Verantwortung und Vernetzung.“
Zu den Mitorganisatoren des zweitägigen Kongresses gehörte auch die Kolping Akademie aus Augsburg. Geschäftsführerin Kirsten Kotter: „Die einzelnen Kolping‑Bildungswerke in Bayern leisten hervorragende Arbeit. Um langfristig zukunftsfähig zu bleiben, ist es heute jedoch wichtiger denn je, dass wir zusammenarbeiten, uns vernetzen und gemeinsam neue Lösungen und Wege entwickeln. Mit dem Bildungskongress schaffen wir genau diese Plattform: Kolleginnen und Kollegen sollen miteinander ins Gespräch kommen, sich weiterbilden und voneinander profitieren.“
Diese Idee ging voll auf. Die klare Struktur des Programms – bestehend aus Vorträgen, Workshops und vielfältigen Austauschformaten – bot den Teilnehmenden umfassende Impulse: intern, durch Beiträge aus den verschiedenen Bildungswerken und extern, durch Vorträge erfahrener Referentinnen und Referenten.
Klare Botschaften in den Keynotes
Besonders markante Akzente setzen drei inhaltlich sehr unterschiedliche Keynotes. Dr. Markus Reimer beschäftigte sich mit den Themen Innovation und Nachhaltigkeit und machte eindrucksvoll deutlich, dass „alles so lassen, keine Option für Unternehmen ist“. Denn auch das Nicht‑Handeln berge Risiken, so der promovierte Philosoph und Pädagoge. Zugleich unterstrich er, dass Organisationen Mut brauchen – Mut, Neues auszuprobieren, und ebenso Mut, Entscheidungen zurückzunehmen, wenn sie sich nicht bewähren. Prof. Dr. Karim Fereidooni eröffnete in seinem Impuls fundierte und praxisnahe Perspektiven auf Rassismuskritik, Teilhabe sowie auf eine rassismuskritische Organisationsentwicklung. Der Professor der Ruhr-Universität Bochum animierte die Zuhörenden sich zu fragen, was die eigene Organisation konkret tun kann, damit Rassismus weniger Raum bekommt. Sehr persönliche Einblicke bot schließlich Michael Buschheuer. Der Gründer der Organisationen Sea‑Eye und Space‑Eye sprach über Motivation, Sinnorientierung und Engagement im humanitären Kontext – ein Thema, mit dem er sich seit Jahren mit großem Einsatz befasst.
Interaktive Formate und Wissensaustausch
Um die Zusammenarbeit zu stärken, ein besseres Kennenlernen zu ermöglichen und den internen Wissensaustausch zu fördern, setzte der Kolping‑Bildungskongress auch auf interaktive Elemente.
Auf den „Marktplätzen“ in einer an Messestände erinnernden Atmosphäre präsentierten Kolleginnen und Kollegen aus ganz Bayern ihre persönlichen Steckenpferde. Sie luden die Teilnehmenden ein, Bildung aus neuen Perspektiven zu entdecken: von digitalen Tools und KI‑Anwendungen über kreative Lernformate bis hin zu Angeboten der Kolping‑Hochschule aus Köln. Ergänzt wurde das Programm durch vier Workshops, die sich den Themen Gesunde Führung, Design Thinking für neue Geschäftsfelder, Jugendkultur auf TikTok sowie den Herausforderungen einer inklusiven Gesellschaft widmeten.
Stimmungsvolles Highlight waren die so genannten Gedankenpfade: Ein abendlicher Rundgang unter freiem Himmel, inszeniert mit Feuer, Licht und viel Raum für persönlichen Austausch – mitgestaltet von den beiden Kolping-Präsides Christoph Wittmann und Wolfgang Kretschmer.
Pressestelle / Die Kolping Akademie












